Foto: C. Hauschild

Die große Orgel in der Johanneskirche wurde 1969 von der Firma Detlef Kleuker, Brackwede, erbaut. Sie ist eine der größten Orgeln Saarbrückens und sicherlich auch eine der klangschönsten, daher finden hier jährlich in den Konzertreihen Orgelabend und HÖR ZU ca. 20 Orgelkonzerte statt. Das Instrument hat Schleifladen mit mechanischer Spieltraktur und elektrischer Registerbetätigung und wurde bislang zweimal umgebaut bzw. erweitert: zu Beginn der 90er Jahre erhielt die Orgel zusätzlich zu den mechanischen Koppeln auch elektrische Koppeln - bei dieser Gelegenheit wurde auch eine Suboktavkoppel SW - HW eingebaut. 1999 wurde dann zusätzlich zur vorhandenen alten Handregistratur mit freien Kominationen eine Setzeranlage mit 4096 Kombinationen installiert.

Einen Artikel zur Geschichte der Orgeln in der Johanneskirche finden Sie, wenn Sie hier klicken.

Die genaue Disposition lautet:

Rückpositiv (I) Hauptwerk (II) Schwellwerk (III) Pedal
Metallgedackt 8' Gedacktpommer 16' Koppelflöte 8' Untersatz 32'
Quintade 8' Prinzipal 8' Weidenpfeife 8' Prinzipal 16'
Prinzipal 4' Rohrflöte 8' Prinzipal 4' Subbaß 16'
Rohrflöte 4' Oktave 4' Holzgedackt 4' Oktave 8'
Oktave 2' Spitzflöte 4' Nasat 2 2/3' Gemshorn 8'
Sesquialtera 2f. 2 2/3' Hohlquinte 2 2/3' Waldflöte 2' Oktave 4'
Sifflöte 1 1/3' Oktave 2' Terz 1 3/5' Nachthorn 2'
Scharff 5f. 1' Rauschpfeife 3f. 2 2/3' Oktave 1' Rauschpfeife 4f. 5 1/3'
Krummhorn 8' Mixtur 6f. 1 1/3' Scharffmixtur 5f. 1 1/3' Mixtur 5f. 2 2/3'
Rohrschalmei 8' Fagott 16' Holzdulzian 16' Posaune 16'
Tremolo Trompete 8' Oboe 8' Trompete 8'
  Tremolo Clairon 4' Dulzian 8'
Spielhilfen   Tremolo Hohe Trompete 4'
SW – RP elektr. SW – HW elektr./mech.   Tremolo
  RP – HW elektr./mech.   SW – P elektr./mech.
  SW – HW Sub elektr.   HW – P elektr./mech.
      RP – P elektrisch
Um Ihnen einen kleinen Eindruck von den klanglichen Möglichkeiten dieses Instruments zu geben, haben wir hier vier verschiedene Klangbeispiele der Orgel als mp3-file zum Download hinterlegt - es handelt sich allesamt um Konzertmitschnitte (mit den dabei unvermeidlichen Nebengeräuschen), gespielt von Christoph Hauschild:

1. Johann Seb. Bach (1685 - 1750): Triosonate G-Dur (BWV 530), 1. Satz

2. Carl Philipp Emanuel Bach (1714 - 1788): Sonate in g (Wq 70,6), 3. Satz

3. César Franck (1822 - 1916): Fantaisie A-Dur

4. Fürchtegott Theodor Kirchner (1823 - 1903): Quasi Sarabande g-moll op. 89 Nr. 4